Saltar al contenido

Reinheitsgebot – regulaciones cerveceras

      

flores de lúpulo y un lupular

Bier ist eines der ältesten alkoholischen Getränke. Mit ihm verbindet sich ein Stück Menschheitsgeschichte. Bei den ersten Ackerbauern noch als Zufallsprodukt bei der Brot­herstellung gewonnen, fand das Bier im 7. Jahrhundert seinen Weg in die mitteleuropäischen Klöster, wo die Braukunst systematisch weiterentwickelt wurde. Erst im 12. Jahrhundert wurde Hopfen als Zutat hinzugefügt. Er verlieh dem Bier seinen bitteren Geschmack und machte es haltbarer. Seit 1995 findet jährlich am 23. April ein sogenannter Tag des Deutschen Bieres statt.

Wann und wo genau wurde das « Reinheitsgebot von 1516 » erlassen?

Am 23. April 1516 in Ingolstadt.
An diesem Tag erließen die bayerischen Herzöge Wilhelm IV. und Ludwig X. eines der wenigen Gesetze, das über Jahrhunderte seine Bedeutung erhalten (wenn nicht sogar vergrößert) hat. Das Reinheitsgebot für Bier wirkt sich bis heute auf die deutsche Braukunst aus. 

Welche rechtlichen Gründe führten zu diesem Gesetz?

Ein größeres Land brauchte einheitliche Gesetze.
Der Landshuter Erbfolgekrieg von 1504 bis 1505 (auch „Bayerische Fehde“ genannt) brachte die Wiedervereinigung der bayerischen Teilherzogtümer mit sich. Somit wurde eine Harmonisierung der bayerischen Landrechte notwendig. Eine neue Landesverordnung entstand, die in ganz Bayern galt.

Worum geht es in diesem Gesetz?

Preise und Rohstoffe; zudem sollten die Bürger vor minderwertigen oder gar giftigen Zusätzen geschützt werden.
Das „Bayerische Reinheitsgebot von 1516“ war ein Teil dieser neuen Landesverordnung. Es schrieb Bierpreise vor – eine durchaus vergängliche Regelung. Weitaus stabiler, nämlich bis in die heutige Zeit wirksam, zeigte sich jener Teil des Reinheitsgebotes, der die ausschließliche Verwendung von Geste, Hopfen und Wasser zum Brauen von Bier festlegte.

Was stand ursprünglich im Reinheitsgebot?

Der Originaltext ist ziemlich kompliziert und –natürlich- in alter Sprache abgefasst:
Ganz besonders wollen wir, dass forthin allenthalben in unseren Städten, Märkten und auf dem Lande zu keinem Bier mehr Stücke als allein Gersten, Hopfen und Wasser verwendet und gebraucht werden sollen.
Der Begriff “Reinheitsgebot“ wurde erst später eingeführt.  Seit 1995 findet jährlich am 23. April ein sogenannter Tag des Deutschen Bieres statt, mit dem die deutsche Brauwirtschaft an das Reinheitsgebot erinnern möchte. Dieses Datum wurde gewählt, da am 23. April 1516 für das Herzogtum Bayern eine neue Landesordnung erlassen wurde, die eine Textpassage enthält, auf die sich zumeist bezogen wird, wenn von einem Reinheitsgebot die Rede ist:
„ …Wir verordnen, setzen und wollen mit dem Rat unserer Landschaft, dass forthin überall im Fürstentum Bayern sowohl auf dem Lande wie auch in unseren Städten und Märkten, die keine besondere Ordnung dafür haben, von Michaeli (29. September) bis Georgi (23. April) eine Maß (bayerische, entspricht 1,069 Liter) oder ein Kopf (halbkugelförmiges Geschirr für Flüssigkeiten – nicht ganz eine Maß) Bier für nicht mehr als einen Pfennig Münchener Währung und von Georgi bis Michaeli die Maß für nicht mehr als zwei Pfennig derselben Währung, der Kopf für nicht mehr als drei Heller (gewöhnlich ein halber Pfennig) bei Androhung unten angeführter Strafe gegeben und ausgeschenkt werden soll.
Wo aber einer nicht Märzen sondern anderes Bier brauen oder sonstwie haben würde, soll er es keineswegs höher als um einen Pfennig die Maß ausschenken und verkaufen. Ganz besonders wollen wir, dass forthin allenthalben in unseren Städten, Märkten und auf dem Lande zu keinem Bier mehr Stücke als allein Gerste, Hopfen und Wasser verwendet und gebraucht werden sollen.
Wer diese unsere Anordnung wissentlich übertritt und nicht einhält, dem soll von seiner Gerichtsobrigkeit zur Strafe dieses Fass Bier, so oft es vorkommt, unnachsichtlich weggenommen werden.
Wo jedoch ein Gäuwirt von einem Bierbräu in unseren Städten, Märkten oder auf dem Lande einen, zwei oder drei Eimer (enthält etwa 64 Liter) Bier kauft und wieder ausschenkt an das gemeine Bauernvolk, soll ihm allein und sonst niemand erlaubt und unverboten sein, die Maß oder den Kopf Bier um einen Heller teurer als oben vorgeschrieben ist, zu geben und auszuschenken.
Auch soll uns als Landesfürsten vorbehalten sein, für den Fall, dass aus Mangel und Verteuerung des Getreides starke Beschwernis entstünde, nachdem die Jahrgänge auch die Gegend und die Reifezeiten in unserem Land verschieden sind, zum allgemeinen Nutzen Einschränkungen zu verordnen, wie solches am Schluss über den Fürkauf ausführlich ausgedrückt und gesetzt ist.“

 

cebada para maltear y decreto ducal de 1516

Wurde das Reinheitsgebot im Laufe der Jahre verändert?

Immer wieder.
In den vergangenen fünf Jahrhunderten wurde dieser Text mehrfach verändert. Aus Gerste (dazu würde man heute „Rohfrucht“ sagen) wurde Gerstenmalz, weil man feststellte, dass Malz wesentlich geeigneter zum Bierbrauen ist. Unter Malz versteht man Getreide, das gekeimt hat und bei hohen Temperaturen gedarrt worden ist. Die Beschränkung auf Gerste wurde zugunsten weiterer Getreidesorten aufgegeben.

Warum ursprünglich nur Gerste?

Um den Hunger zu bekämpfen.
Dieser Teil des alten Gesetzes sollte helfen, die Nahrungsmittelknappheit zu besiegen. Das Gesetz sollte dafür sorgen, dass der Weizen zur Herstellung von Brot reserviert wurde. Natürlich spielten auch finanzielle Aspekte eine Rolle. Die bayerischen Herrscher hatten über eine lange Phase das Monopol zur Bierherstellung mit Weizen und das war eine gute Einnahmequelle.

Craft Beer in Deutschland, wie geht das zusammen?

Deutschland unterscheidet sich deutlich von anderen Biermärkten. In Deutschland, insbesondere in Bayern, gibt es nicht ein Oligopol weniger marktbeherrschender Bierkonzerne. Im Gegenteil, im deutschen und bayerischen Biermarkt haben kleine und mittelständische Brauereien signifikante Marktanteile. Und handwerklich braut gerade dieses Segment schon immer. Das heißt, Craft Beer oder auf deutsch handwerklich gebraute Biere haben wir hier schon immer.
Aber diese internationale Craft Beer-Bewegung zeigt auch in Deutschland ihre Wirkung. Es gibt hier mehr und mehr Verbraucher, die Bier mit mehr Geschmack wollen und Braumeister, die sich verstärkt auf das Brauen von Bierspezialitäten konzentrieren. Sei es durch Rückbesinnung auf alte, zum Teil in Vergessenheit geratene Biersorten wie ein Märzen, Weizenbock oder unfiltrierte Biere. Die Impulse aus der internationalen Craft Beer-Bewegung sind in Deutschland angekommen, sie wirken und das ist gut so.

Laut der Soziologin Eva Barlösius reagierte die bayerische Verordnung nicht auf gesundheitliche Bedenken, wie heute oft argumentiert würde, sondern sollte den ansässigen Brauereien Wettbewerbsvorteile verschaffen, weil im Rheinland und in Norddeutschland zu dieser Zeit noch vorwiegend Grütze dem Bier beigesetzt wurden, die in Bayern nicht wuchsen. Für die menschliche Ernährung kommt überwiegend Sommergerste als Braugerste zum Einsatz.

[Gerste, die : cebada – Braugerste : cebada cervecera, Sommergerste ]

[Grütze, die: geschälte, grobgemahlene Körner, besonders von Buchweizen, Gerste oder Hafer, die als Nahrungsmittel verwendet werden]

[Buchweizen, der: krautige Pflanze mit herzförmigen Blättern, kleinen weißlichen Blüten und den Bucheckern ähnlichen, dreikantigen Früchten, die zu Mehl vermahlen werden]

[Buchecker, der: hayuco, fruto del haya]

[Hopfen, der: lúpulo ]

“Noch nicht ist bei uns Hopfen und Malz verloren”- oder doch?



 

Anuncios

Was ist Bernstein und wer war Bernstein?

Taller de idioma alemán: aprendemos con la historia.

Video https://www.youtube.com/watch?v=n4cwqZKwYBY

Video Bernstein https://www.youtube.com/watch?v=N-nxhuY82_c

Bernstein ist ein fossiles Baumharz damaliger Bernsteinkiefern, die vor 30 bis 50 Millionen von Jahren im Süden Skandinaviens beheimatet waren. Wurden diese Nadelbäume beschädigt, trat das flüssige Harz aus der Baumrinde heraus und schloss dabei Insekten und Pflanzenteile ein. An der Luft trockneten die Harztropfen rasch. Im Laufe der Zeit versank der Nadelwald im Meer. So wurde das getrocknete Harz durch die Weltmeere an Land geschwemmt. Wenn im Bernstein Einschlüsse (z.B. Blätter oder  Insekten) zu beobachten sind, werden diese als Inklusen bezeichnet.  [Harz = resina, en especial de coníferas]

Die Farbe des “Edelsteins” reicht von Weiß über Gold bis hin zu Rotbraun und Schwarz. Die Oberfläche kann sich rau, glänzend oder matt anfühlen. Manchmal ist der Bernstein milchig oder aber ganz durchscheinend, wodurch Inklusen besonders schön zur Geltung kommen. Doch nur ein Bernstein von über Tausend enthält ein Fossil. Bernstein schwimmt nur in Salzwasser.  Bernstein brennt ruhig mit ein wenig rußender Flamme vor sich hin. Ab 170° bis 200° C verformt sich der von Natur aus weiche Stein und beginnt bei Temperaturen über 300° C zu schmelzen.

  • Bernstein duftet– In erhitztem Zustand verströmt Bernstein einen aromatisch holz-harzigen Duft aus, was ein weiteres Merkmal des wunderschönen Schmucksteins darstellt. Die Ägypter bezeichneten Bernstein als “Sonnenstein” und verwendeten ihn zur Heilräucherung und als Verbindung zu den Göttern. Streichen Sie mit der Flamme eines Feuerzeugs über den Bernstein und schnuppern Sie vorsichtig.
  • Bernstein elektrisch– Wenn Sie Bernstein mit Textilien wie Wolle oder Seide abreiben, lädt sich dieser elektrostatisch auf. Kleine Papierfetzen und dergleichen werden somit angezogen.
  • Bernstein Klopftest– Manche klopfen oder reiben das Fundstück an den Zähnen, um Stein von Bernstein zu unterscheiden. Bernstein fühlt sich weicher an als Stein, der vergleichsweise hart auf dem Zahn klackert.

Bernstein hat in den letzten Jahren ungeheuer an Wert gewonnen. Wegen der großen Nachfrage kostet ein Gramm Bernstein oft mehr als ein Gramm Gold. Grund ist die Nachfrage aus arabischen Ländern und vor allem aus China.

Auf Römö gibt es einen offiziellen FKK Strand, der wenn es Windstille ist, als einer der besten Strände Dänemarks beschrieben wird. [ FKK = Freikörperkultur ]

 Aufgrund seiner nicht eindeutig definierbaren Zusammensetzung ist Bernstein nicht als eigenständige Mineralsorte anerkannt. Für die Wissenschaft, insbesondere für die Paläontologie, ist Bernstein mit Einschlüssen von Interesse. Diese Inklusen sind Fossilien von kleinen Tieren oder Pflanzenteilen, deren Reste im Bernstein seit Jahrmillionen perfekt erhalten sind.   [ Inkluse = cosa encerrada ].

Die deutsche Bezeichnung Bernstein (in Preußen früher auch Börnstein genannt) ist entlehnt von bernen, ‚brennen‘, und auf die auffällige Brennbarkeit dieses „Steins“ zurückzuführen. Andere im deutschsprachigen Raum historisch verwendete Namen sind  augsteinbrennsteincacabreglaerelynkurer und amber. Das altgriechische Wort für Bernstein ist elektron (ἤλεκτρον), was mit „Hellgold“ übersetzt werden kann. Das Phänomen der statischen Elektrizität beim Reiben von Bernstein mit bestimmten Materialien war bereits Thales von Milet bekannt. Damit konnte das griechische Wort für Bernstein zum modernen Namensgeber des Elementarteilchens Elektron und der Elektrizität werden.

Die Handelswege des Bernsteins werden als Bernsteinstraßen bezeichnet.

Plinius der Ältere (23–79 n. Chr.) berichtet, dass Bernstein von der Ostseeküste nach Aquileia gebracht worden sei. Die bedeutsame Bernsteinhandelsroute überquerte bei Carnuntum östlich Wiens die Donau und führte ab hier als römische Bernsteinstraße über Ungarn, Slowenien nach Aquileia in Italien. Als wichtige Verkehrsroute wurde sie an das römische Straßennetz (s. a. Römerstraßen) angebunden. Auf verschiedenen Routen kam auch Bernstein von Hamburg nach Marseille.

Im 18. Jahrhundert ließ der preußische König Friedrich I. das Bernsteinzimmer für sein Charlottenburger Schloss in Berlin einrichten, das 1712 fertiggestellt wurde. 1716 verschenkte sein Sohn das Zimmer an den russischen Zaren Peter I. Später wurde es in den Katharinenpalast bei St. Petersburg eingebaut, im Zweiten Weltkrieg von den Deutschen geraubt und nach Königsberg gebracht. Seit 1945 ist es verschollen. Königsberg heißt heute Kaliningrad und gehört zu Russland.-

-o-o-

Eduard Bernstein (1850 – 1932)  

Er brach als erster Sozialdemokrat mit der marxistischen These vom zwangsläufigen Untergang des Kapitalismus, er betonte den Wert der Demokratie und stellte den reformerischen Fortschritt über das folgenlose Schwadronieren von der Revolution. Das ist sein bleibendes Verdienst. Außerdem wandte er sich schon 1913 gegen die deutsche Rüstungspolitik und drang nach 1918 auf eine Veröffentlichung der Dokumente zur deutschen Kriegsschuld.

Der Sohn eines jüdischen Lokomotivführers arbeitete zunächst als Bankkaufmann, schloss sich aber schon 1872 der Arbeiterpartei an, im Alter von 22 Jahren. Sechs Jahre später wurde er in der Schweiz erst Privatsekretär des sozialdemokratischen Mäzens Karl Höchberg, dann Redakteur der Wochenschrift „Der Sozialdemokrat“, die seine Parteifreunde während des Sozialistengesetzes nach Deutschland schmuggelten.

Die Berliner Regierung ärgerte sich sehr über das Blatt, wohl auch, weil es mit seiner vergleichsweise gemäßigten Linie breite Bevölkerungsschichten ansprach. Auf deutsches Drängen wiesen die Schweizer Behörden den missliebigen Publizisten schließlich aus. Er ging für zwölf Jahre nach London. Durch gründliches Studium statistischer Quellen widerlegte er die „Verelendungstheorie“, wonach durch den kapitalistischen Konzentrationsprozess immer größere Bevölkerungsteile ins

Proletariat hinabsinken. Deshalb werde der Kapitalismus auch nicht wie erwartet in naher Zukunft untergehen. Das war ein Angriff auch auf die Parteispitze um Bebel, die ihre Anhängerschaft mit der Aussicht auf diesen „großen Kladderadatsch“ bei Laune hielt – ohne freilich selbst eine Revolution voranzutreiben.

Fortschritte versprach er sich vor allem vom allgemeinen und gleichen Wahlrecht, für das er in Preußen sogar jenen Generalstreik führen wollte, den sonst nur der radikale Parteiflügel propagierte. Im Ersten Weltkrieg führte ihn der Widerstand gegen die Politik des „Burgfriedens“ für kurze Zeit an der Seite Rosa Luxemburgs in die USPD, eine Linksabspaltung der Partei. Trotz seiner insgesamt positiven Sicht auf den Kapitalismus trat er für eine Vergesellschaftung von Monopolbetrieben ein.

Gleichwohl machte er sich mit seinem Aufbegehren gegen alte Dogmen nicht nur den linken Flügel um Luxemburg zum Feind, sondern auch die Führungsriege der Partei. Da half auch seine große Rechtfertigungsschrift nichts, die 1899 unter dem Titel „Die Voraussetzungen des Sozialismus und die Aufgaben der Sozialdemokratie“ erschien.

Der Konflikt schwelt in der Sozialdemokratie bis heute. In der Praxis behielt Bernstein auf der ganzen Linie recht. Die SPD übernahm nach 1918 praktische Regierungsverantwortung und verteidigte die Republik gegen die Radikalen von rechts und links. Sie stimmte, anders als die verbliebenen „Liberalen“, 1933 gegen das Ermächtigungsgesetz und bewährte sich als die Partei der Freiheit. Sie versöhnte sich im Godesberger Programm von 1959 mit Kapitalismus und Marktwirtschaft.

Vokabular :  

Führungsriege = los rangos o equipos directivos.            

“Die Voraussetzungen…” = Las premisas del socialismo y las tareas de la socialdemocracia” (1899).                                        Burgfrieden= tregua interior, paz interna frente a la pugna de intereses sociales y políticos. Reclamada por el emperador alemán a comienzos de la guerra en 1914.

Als Burgfriedenspolitik (oder kurz Burgfrieden) wird das Zurückstellen innenpolitischer Konflikte und wirtschaftlicher Auseinandersetzungen im Deutschen Kaiserreich während des Ersten Weltkriegs bezeichnet. In Frankreich wurde zur selben Zeit der Begriff Union sacrée und in Portugal der Begriff União Sagrada gebräuchlich.

Die Metapher einer Burgfriedenspolitik wird bis heute immer wieder aufgegriffen, um in unterschiedlichen Situationen eine jeweils konsequentere Oppositionspolitik einzufordern.

Vor Beginn des Ersten Weltkrieges gab es in der Sozialdemokratie eine streng antimilitaristische und friedenspolitische Haltung, die auf internationalen Konferenzen der Zweiten Internationale wie in Stuttgart 1907 und in Basel 1912 festgeschrieben wurde. Genaue Maßnahmen, einen europäischen Frieden seitens der Arbeiterbewegung zu erzwingen, wurden jedoch nicht festgelegt.

Am 4. August 1914 versammelte Kaiser Wilhelm II. in Berlin die Vertreter aller im Reichstag vertretenen Parteien um sich und erklärte in einer Thronrede:

„Ich kenne keine Parteien mehr, ich kenne nur noch Deutsche! Zum Zeichen dessen, dass Sie fest entschlossen sind, ohne Parteiunterschied, ohne Stammesunterschied, ohne Konfessionsunterschied durchzuhalten mit mir durch dick und dünn, durch Not und Tod zu gehen, fordere ich die Vorstände der Parteien auf, vorzutreten und mir das in die Hand zu geloben.“

Diese von Reichskanzler Theobald von Bethmann Hollweg formulierten Sätze trafen bei den Parlamentariern selbst von der oppositionellen SPD – der stärksten Fraktion im Reichstag – auf fast ungeteilte Zustimmung. Ein zentraler Grund dafür war, dass es der Regierung während der Julikrise gelungen war, die Öffentlichkeit zu überzeugen, dass das Deutsche Kaiserreich sich in einem Verteidigungskrieg gegen Russland befände. Dies galt auch für weite Teile der SPD und die ihnen nahestehenden Gewerkschaften. Das Parlament stimmte daher – bei zwei Enthaltungen – geschlossen für die zur Kriegsführung benötigten Kriegskredite.[1] Russland unter der Herrschaft des Zaren war für die Sozialdemokratie schon lange vor 1914 der Inbegriff für Unterdrückung und Reaktion. Bereits Karl Marx bezeichnete das Zarenreich als Hort der Reaktion. So wiederholte August Bebel auf dem Essener Parteitag 1907 die Kernaussagen seiner berühmten „Flintenrede“ aus einer Reichstagssitzung im Jahr 1904, er wolle bei einem Angriff auf Deutschland wie alle anderen das „Vaterland“ verteidigen, und ergänzte sie mit dem expliziten Hinweis auf einen Angriff Russlands, welches er als „Feind aller Kultur und aller Unterdrückten“ bezeichnete.-

Quelle: Wikipaedia



 

Komm, lieber Mai und mache…

Kinderlied https://www.youtube.com/watch?v=nZh_WNNjZ9U             Nana Mouskouri https://www.youtube.com/watchv=9URYugPt1RU     Eugen Hilti, Tenor https://www.youtube.com/watch?v=RJzXw-s3rCY Schwarzkopf https://www.youtube.com/watch?v=umw-8J-O14o

Komm, lieber Mai, und mache ist ein deutschsprachiges Lied von Christian Adolph Overbeck (Text) und Wolfgang Amadeus Mozart (Musik). Das Lied handelt von einem Kind, das sich den Frühling mit den Möglichkeiten zum Spielen im Freien wünscht. Es wird oft als Frühlingslied bezeichnet. Volksliedforscher weisen demgegenüber darauf hin, dass es sich eigentlich um ein Winterlied handelt und in der Tradition mittelalterlicher Lieder steht, die die Sehnsucht nach dem ersten Veilchen ausdrücken. Den Text schrieb der Dichter, Jurist und spätere Lübecker Bürgermeister Christian Adolph Overbeck. Er wurde erstmals im Vossischen Musenalmanach für das Jahr 1776 unter dem Titel Fritzchen an den May veröffentlicht. (Quelle : Wikipedia)

Die bekannteste Vertonung des Textes schuf Wolfgang Amadeus Mozart unter dem Titel Sehnsucht nach dem Frühlinge (KV 596). Das Motiv der Melodie entlehnte Mozart dem Thema des Schlusssatzes seines wenige Tage zuvor fertiggestellten Klavierkonzerts Nr. 27 B-Dur (KV 595). Das Werk ist ein Lied für Singstimme und Klavier, wobei die rechte Hand der Klavierbegleitung identisch mit der Melodie der Singstimme ist.

Originaltext Von Mozart vertonte Fassung
Fritzchen an den May.

Komm, lieber May, und mache
Die Bäume wieder grün,
Und laß mir an dem Bache
Die kleinen Veilchen blühn!
Wie möcht’ ich doch so gerne
Ein Blümchen wieder sehn!
Ach, lieber May! wie gerne
Einmal spatzieren gehn!

In unsrer Kinderstube
Wird mir die Zeit so lang!
Bald werd’ ich armer Bube
Vor Ungeduld noch krank!
Ach bey den kurzen Tagen
Muß ich mich oben drein
Mit den Vokabeln plagen,
Und immer fleißig seyn!

Mein neues Steckenpferdchen
Muß jetzt im Winkel stehn;
Denn draußen in dem Gärtchen
Kann man vor Schnee nicht gehn.
Im Zimmer ist’s zu enge,
Und stäubt auch gar zu viel,
Und die Mama ist strenge,
Sie schilt aufs Kinderspiel.

Am meisten aber dauret
Mich Fiekchens Herzeleid!
Das arme Mädchen lauret
Auch auf die Blumenzeit!
Umsonst hol’ ich ihr Spielchen
Zum Zeitvertreib heran;
Sie sitzt in ihrem Stühlchen,
Und sieht mich kläglich an.

Ach! wenns doch erst gelinder,
Und grüner draußen wär!
Komm, lieber May! Wir Kinder,
Wir bitten gar zu sehr!
O komm, und bring vor allen
Uns viele Rosen mit!
Bring auch viel Nachtigallen,
Und schöne Kukuks mit!

Sehnsucht nach dem Frühlinge
Komm, lieber Mai, und mache
die Bäume wieder grün,
und lass mir an dem Bache
die kleinen Veilchen blüh’n!
Wie möcht’ ich doch so gerne
ein Veilchen wieder seh’n!
Ach, lieber Mai, wie gerne
einmal spazieren geh’n!Zwar Wintertage haben
wohl auch der Freuden viel;
man kann im Schnee eins traben
und treibt manch’ Abendspiel;
baut Häuserchen von Karten,
spielt Blindekuh und Pfand,
auch gibt’s wohl Schlittenfahrten
aufs liebe freie Land.Doch wenn die Vögel singen,
und wir dann froh und flink
auf grünem Rasen springen,
das ist ein ander Ding!
Jetzt muss mein Steckenpferdchen
dort in dem Winkel stehen,
denn draußen in dem Gärtchen
kann man vor Kot nicht geh’n.Am meisten aber dauert
mich Lottchens Herzeleid.
Das arme Mädchen lauert
recht auf die Blumenzeit.
Umsonst hol’ ich ihr Spielchen
zum Zeitvertreib herbei:
Sie sitzt in ihrem Stühlchen
wie’s Hühnchen auf dem Ei.

Ach, wenn’s doch erst gelinder
und grüner draußen wär’!
Komm, lieber Mai, wir Kinder,
wir bitten gar zu sehr!
O komm und bring’ vor allem
uns viele Veilchen mit!
Bring’ auch viel Nachtigallen
und schöne Kuckucks mit!

            

  1. Das Lied beruht auf einem Gedicht des Lübecker Bürgermeisters und Dichters Christian Adolf Overbeck (1755–1821), das dieser unter dem Titel “Fritzchen an den May” im Göttinger Musenalmanach aus dem Jahr 1776 veröffentlichte. Diese literarische Zeitung erschien 1770–1807 und diente ab 1772 als Publikationsorgan des von Johann Heinrich Voß mitbegründeten Göttinger Hainbundes, eines der Geistesströmung des Sturm und Drang verpflichteten Literatenkreises. Jedoch schreibt Overbeck in der Vorrede, dass mehrere der Gedichte – die im Inhaltsverzeichnis mit einem Sternchen versehen sind – auf keinen Fall von Kindern gelesen werden dürften, sondern dass sie nur für die Erwachsenen gedacht seien, die sich daran erfreuen könnten: Das betraf auch das Lied von Fritzchen “An den May”. (Quelle : http://www.liederlexikon.de/lieder/komm_lieber_mai_und_mache )

Aus der Sicht eines kleinen Jungen beschreibt das Lied in fünf Strophen die Sehnsucht danach, dass der Winter bald zu Ende ist und er nicht mehr immer in der Stube bleiben muss, sondern wieder zum Spielen hinaus ins Freie kann. Der Grund dafür, dass Overbeck dieses Lied mit einem Sternchen versehen hatte, war darin begründet, dass Fritzchen ein schlechtes Vorbild für Kinder abgebe: “Mein Frizchen – es wäre freilich besser, wenn er ein Engel hätte seyn können: aber er ist nun einmal ein Menschenkind” (Vorrede). Denn der Junge beklagt etwa im Gedicht “An den May”, dass er in der Stube hocken und Vokabeln lernen müsse und den Tadel der Mutter auf sich ziehe, wenn er stattdessen lieber spielen möchte. Dazu kommt Fritzchens Zuneigung zu “Fiekchen” – das Overbeck in der Sammlung “Fritzchens Lieder” dann “Lotte” nennt –, ein Umstand, der sich mit den sittlichen Vorstellungen des 18. Jahrhunderts offenbar nicht vereinbaren ließ. Im Allgemeinen werden (seit Beginn des 20. Jahrhunderts) von den fünf Strophen der veränderten Textversion lediglich drei abgedruckt… FRAUKE SCHMITZ-GROPENGIESSER

[ http://www.liederlexikon.de/lieder/kommlieber_mai_und_mache ]

 



 

Derecho y Justicia en el Estado total. Die weiße Rose

 

Esta nota procura cumplir el propósito de información y docencia anticipado en el artículo referido al proceso y condena del grupo “La rosa blanca”, posteado el 21 de febrero de 2018 en el sitio https://analfa.wordpress.com/2018/02/21/die-weisse-rose  – Ahora se busca invitar a cursantes del taller de Alemán jurídico y literario  (y a todo lector de ese idioma) para intentar la comprensión lingüística e histórica de una auténtica sentencia de un tribunal popular de alto rango, bajo un régimen dictatorial del siglo XX y en tiempos de la segunda guerra mundial. La experiencia de esta lectura no nos enfrenta a un texto corriente (relato, poema, drama, noticia periodística) ni a una serie de normas generales como las que contiene una ley constitucional o un código civil, sino a un fallo particular apto para fundamentar una condena a muerte. Se evaluarán sus aspectos formales, lo escueto de sus considerandos, los errores gramaticales u ortográficos y sobre todo su positividad normativa, con especial consideración de las circunstancias que permitan catalogarlo como derecho justo o inicuo.

Todas las tiranías, sobre todo las legitimadas por mayorías electorales ,  revisten sus decisiones y actos  de normas cuya obligatoriedad las convierte en reglas jurídicas. Una vez publicadas, la población (ciudadanos y extranjeros, menores de edad o mayores) saben a qué atenerse en cuanto a sus deberes y derechos. Ello no garantiza que en la práctica esos derechos sean respetados o estén a la altura que una conciencia social de lo “justo” requiere (derechos humanos fundamentales).  Tampoco les asegura que las transgresiones obtengan un tratamiento represivo justo, proporcionadamente evaluado conforme a criterios de ecuanimidad y humanidad.

Hace ahora 75 años que ocurrió en la historia de Alemania un hecho que, en relación de magnitudes, habrá tenido tal vez una repercusión menor que otros  que por entonces se registraban en Europa y en el mundo. Las fuentes a mi alcance no guardan datos sobre su difusión informativa. Conjeturo que habrá circulado no solo en secretos canales opositores sino también en medios oficiales, siquiera para escarmiento y advertencia. Unos días atrás, en medio de nuestro ajetreado presente, la Süddeutsche Zeitung tituló : Am 22. Februar 1943 wurden die Geschwister Hans und Sophie Scholl zusammen mit ihrem Freund Christoph Probst im Gefängnis von München-Stadelheim hingerichtet. Quizás escribieron “ermordet” por implicar este vocablo un matiz de crítica desaprobatoria. En cambio “hinrichten” parece más correcta y neutra.

Por el momento cedo el arbitraje a un buen diccionario online: hinrichten Vb. ‘an jmdm. das Todesurteil vollstrecken’; ‘zugrunde richten, verderben, töten’ (15. Jh.), erklärbar aus der Verbindung von hin‘ nieder, zu Boden’ (s. oben) mit ↗richten (s. d.) in der Bedeutung ‘in eine bestimmte Richtung bringen’. Unter Einfluß der Rechtssprache, die. richten (wie schon mhd. rihten) auch im Sinne von ‘das Todesurteil vollstrecken’ kennt, zeigt hinrichten vom frühen 16. Jh. an gelegentlich ebenfalls diese spezielle Verwendungsweise, die seit dem 19. Jh. ausschließlich gilt. Dazu Hinrichtung f. ‘Vollstreckung des Todesurteils’ (16. Jh.). [aus DWDS online].

 

 

Pero vengamos al prometido veredicto. Das Todesurteil gegen Hans und Sophie Scholl sowie gegen Christoph Probst vom 22. Februar 1943 im Wortlaut und mit Begründung. 

In Namen des Deutschen Volkes 
In der Strafsache gegen 1.) den Hans Fritz S c h o l l aus München, geboren in Jngersheim am 22. September 1918, 
2.) die Sophia Magdalena S c h o l l aus München, geboren in Forchtenberg am 9. Mai 1921,
3.) den Christoph Hermann P r o b s t aus Aldrans bei Jnnsbruck, geboren in Murnau am 6. November 1919,

zur Zeit in dieser Sache in gerichtlicher Untersuchungshaft,
wegen landesverräterischer Feindbegünstigung, Vorbereitung zum Hochverrat,
Wehrkraftzersetzung
hat der Volksgerichtshof, 1. Senat, auf Grund der Hauptverhandlung vom 22. Februar 1943, an welcher teilgenommen haben
als Richter:

Präsident des Volksgerichtshofs Dr. Freisler, Vorsitzender,
Landgerichtsdirektor Stier,
SS-Gruppenführer Breithaupt,
SA-Gruppenführer Bunge,
Staatssekretär und SA-Gruppenführer Köglmaier,
als Vertreter des Oberreichsanwalts:
Reichsanwalt Weyersberg,
für Recht erkannt:

Die Angeklagten haben im Kriege in Flugblättern zur Sabotage der Rüstung und zum Sturz der nationalsozialistischen Lebensform unseres Volkes aufgerufen, defaitistische Gedanken propagiert und den Führer aufs gemeinste beschimpft und dadurch den Feind des Reiches begünstigt und unsere Wehrkraft zersetzt. Sie werden deshalb mit dem T o d e bestraft. Jhre Bürgerrechte haben sie für immer verwirkt.

Gründe  – Der Angeklagte Hans Scholl hat seit Frühjahr 1939 Medizin studiert und steht – Dank der Fürsorge der nationalsozialisten Regierung – im achten Semester. Zwischendurch war er im Frankreichfeldzug in einem Feldlazarett und von Juli bis November 1942 an der Ostfront im Sanitätsdienst tätig. 

Als Student hat er die Pflicht vorbildlicher Gemeinschaftsarbeit. Als Soldat – er ist als solcher zum Studium kommandiert – hat er eine besondere Treuepflicht zum Führer. Das und die Fürsorge, die gerade ihm das Reich angedeihen ließ, hat ihn nicht gehindert, in der ersten Sommerhälfte 1942 Flugblätter “der weißen Rose” zu verfassen, zu vervielfältigen und zu verbreiten, die defaitistisch Deutschlands Niederlage voraussagen, zum passiven Widerstand der Sabotage in Rüstungsbetrieben und überhaupt bei jeder Gelegenheit auffordern, um dem deutschen Volk seine nationalsozialistische Lebensart und also auch Regierung zu nehmen. Das, weil er sich einbildete, das nur so das deutsche Volk durch den Krieg durchkommen könne!! 

Von Russland im November 1942 zurückgekehrt, forderte Scholl seinen Freund, den Mitangeklagten Probst auf, ihm ein Manuskript zu liefern, das dem deutschen Volk die Augen öffne! Einen Flugblattentwurf wie gewünscht lieferte Probst dem Scholl auch tatsächlich Ende Januar 1943. 

 

 

Richter Roland Freisler und sein Wekzeug

In Gesprächen mit seiner Schwester Sophia Scholl entschlossen sich beide, Flugblattpropaganda im Sinne einer Arbeit gegen den Krieg und für ein Zusammengehen mit den feindlichen Plutokratien gegen den Nationalsozialismus zu treiben. Die beiden Geschwister, die ihr Zimmer bei derselben Vermieterin hatten, verfassten gemeinsam ein Flugblatt “an alle Deutschen”. In ihm wird Deutschlands Niederlage im Krieg vorausgesagt, der Befreiungskrieg gegen das “nationalsozialistische Untermenschentum” angesagt und werden Forderungen im Sinne liberaler Formaldemokratie aufgestellt. Außerdem verfassten die Geschwister ein Flugblatt “deutsche Studentinnen und Studenten” (in späterer Auflagen “Kommilitoninnen und Kommilitonen”). Sie sagen der Partei Kampf an, der Tag der Abrechnung sei gekommen, und scheuen sich nicht, ihren Aufruf zum Kampf gegen den Führer und die nationalsozialistische Lebensart unseres Volkes mit dem Freiheitskampf gegen Napoleon (1813) zu vergleichen und auf ihn das Soldatenlied “frisch auf mein Volk, die Flammenzeichen rauchen” anzuwenden!!!
Die Flugblätter haben die Angeklagten Scholl teilweise mit Hilfe eines Freundes, des Medizinstudenten Schmorell, vervielfältigt und in allseitigem Einvernehmen verbreitet:

1. Schmorell fuhr nach Salzburg, Linz, Wien und warf dort 200, 200, 1200 adressierte Flugblätter für diese Städte und in Wien außerdem 400 für Frankfurt am Main in Briefkästen.
2. Sophia Scholl warf in Augsburg 200 und ein andernmal in Stuttgart 600 in Postbriefkästen.
3. Nachts streute Hans Scholl zusammen mit Schmorell Tausende in Münchner Straße aus.
4. Am 18. Februar legten die Geschwister Scholl 1500 – 1800 in der Münchener Universität in Päckchen ab und Sophia Scholl warf einen Haufen vom 2. Stock in den Lichthof.

Hans Scholl und Schmorell haben auch am 3. 8. und 15.2.43 nachts an vielen Stellen Münchens, so vor allem auch an der Universität, Schmieraktionen mit den Inschriften “Nieder mit Hitler”, “Hitler der Massenmörder”, “Freiheit” durchgeführt. Nach der ersten Aktion erfuhr das Sophia Scholl, war damit einverstanden und bat – freilich vergeblich – künftig mitmachen zu dürfen! Die Auslagen – im ganzen ungefähr 1000 Mark – haben die Angeklagten selbst bestritten.

Probst hat auch sein Medizinstudium im Frühjahr 1939 begonnen und steht jetzt als zum Studium kommandierter Soldat im 8. Semester. Er ist verheiratet und hat 3 Kinder von 2 ½, 1 ¼ Jahren und 4 Wochen. Er ist ein “unpolitischer Mensch”, also überhaupt kein Mann! Weder die Fürsorge des nationalsozialistischen Reichs für seine Berufsausbildung noch die Tatsache, daß nur die nationalsozialistische Bevölkerungspolitik ihm ermöglichte, als Student eine Familie zu haben, hinderten ihn, auf Aufforderung Scholls “ein Manuskript” auszuarbeiten, das den Heldenkampf in Stalingrad zum Anlaß nimmt, den Führer als militärischen Hochstapler zu beschimpfen, in feigem Defaitismus zu machen, und dass dann in Aufrufform übergehend, zum Handeln im Sinne einer wie er vorgibt ehrenvollen Kapitulation unter Stellungsnahme gegen den Nationalsozialismus auffordert. Er belegt die Verheißungen seines Flugblatts durch Bezugnahme auf – Roosevelt! Und hat dies sein Wissen vom Abhören englischer Sender!  Alle Angeklagten haben das oben Festgestellte zugegeben. Probst versucht sich mit “psychotischer Depression” bei Abfassung zu entschuldigen; Grund hierfür sei Stalingrad und das Wochenbettfiber seiner Frau gewesen. Allein das entschuldigt eine solche Reaktion nicht.

Wer so, wie die Angeklagten, getan haben, hochverräterisch die innere Front und damit im Kriege unsere Wehrkraft zersetzt und dadurch den Feind des Reiches begünstigt (§ 5 Kriegssonderstraf VO und § 91b StrGB), erhebt den Dolch, um ihn in den Rücken der Front zu stoßen! Das gilt auch für Probst, der zwar behauptet, sein Manuskript habe kein Flugblatt werden sollen, denn das Gegenteil zeigt schon die Ausdrucksweise des Manuskripts. Wer so handelt, versucht gerade jetzt, wo es gilt, ganz fest zusammenzustehen, einen ersten Riß in die geschlossene Einheit unserer Kampffront zu bringen. Und das taten deutsche Studenten, deren Ehre allzeit das Selbstopfer für Volk und Vaterland war!

Wenn solches Handeln anders als mit dem Tode bestraft würde, wäre der Anfang einer Entwicklungskette gebildet, deren Ende einst – 1918 – war. Deshalb gab es für den Volksgerichtshof zum Schutze des kämpfenden Volkes und Reiches nur eine gerechte Strafe: die Todesstrafe. Der Volksgerichtshof weiß sich darin mit unseren Soldaten einig!

Durch ihren Verrat an unserem Volk haben die Angeklagten ihre Bürgerehre für immer verwirkt.  Als Verurteilte müssen die Angeklagten auch die Kosten des Verfahrens tragen.

gez. Dr. Freisler, Stier. 

Quelle: Bundeszentrale für politische Bildung

-o-o-

   rose mit rose

Cuando en 1952 afronté mis exámenes de ingreso a la carrera de Derecho en la UBA (dos asignaturas de Historia, una de Filosofía y un idioma extranjero), los hálitos aristotélico-tomistas y retrocatólicos que soplaban desde el ministerio de Educación habían introducido en el currículo la restauración de las lecciones de Derecho natural y de gentes, no por cierto en sus versiones iluministas ni racionalistas. Por más que he murmurado y aun gritado mi rechazo juvenil contra  esas nociones “perimidas”, reconozco que llevaron a plantearnos el dilema implicado en el aparente oxímoron contenido en la locución Derecho injusto y a sensibilizarnos, con ese concepto, frente a muchos contenidos jurídicos y políticos que debimos encarar de ahí en más. No encuentro en los estudiantes de hoy rastros de esas preocupaciones, aunque sí mucha algarabía frente a la demagogia que exige repensarlas.

Recordar los períodos de derecho inicuo que nos han tocado y examinar con esa piedra de toque algunas instituciones que los perpetúan podría actualizar pasos concretos hacia su superación. El proceso judicial recuperado con buena base documental por el film cuyo video encabeza estas líneas https://www.youtube.com/watch?v=baRvF6ZBK18  trascendería así sus fronteras circunstanciales .-        ch



 

El cordel rojo – Der rote Faden

Las texturas de los textos – El cordel rojo – Der rote Faden

Peter Schlemihl, un hombre nada digno de crédito, afirma que texto y discurso son equivalentes aunque no lo sean por la forma y los medios de su manifestación: escritura por un lado, habla o expresión oral por el otro. Le faltaría categorizar los lenguajes gestuales, las artes plásticas, la arquitectura y hasta las señales ópticas  (luces, banderitas…)

Para no exhibir el propio desconcierto en la palestra de opiniones, prefiere atenerse a lo textual lingüístico y sostiene que la impresión de unidad  viene conferida a un “texto” por cierta trama conceptual y temática que reconduce  sus desarrollos a un mismo molde o “motivo”, como si de un tapiz u otra pieza tejida se tratara.

Continuando el símil textil apoyado en la etimología, entiende referirse a oraciones que siguen las reglas de la gramática y están unidas por un “hilo” al que con cierta prosopopeya denomina der rote Faden. Desarrollar y comprender este hilo a fin de que los lectores tengan un “leitmotiv” como guía para deambular por el texto, ese viene a ser el meollo de la explicación de Schlemihl.  El hilo que mantiene el tejido unido debe tenerse a la vista en dos niveles: en el contenido y en el nivel formal.

El “hilo rojo” se oculta a lo largo de algunos pasajes, aunque reaparece en otros. Ahí es cuando se exclama o se anota entre signos de admiración: “¡Pero volvamos al tema!”. Nueva incertidumbre, ya que en lingüística del texto el término “tema” es más estrecho que en el uso normal del lenguaje.

Para Schlemihl, el tema es lo conocido, un punto de partida para los lectores. Luego se hacen declaraciones sobre circunstancias que pueden ser desconocidas al lector. Si un texto comienza con algo desconocido, sin vincularlo de ninguna manera con ciertos datos,  la mayoría de los lectores quedarán  irritados. Lo mismo se aplica si las declaraciones se yuxtaponen desconectadas. Solo la combinación de algo familiar con contenido nuevo que a su vez pueda volver a ser un eslabón hacia el conjunto, crea un texto que merece este nombre y despierta interés.

 

Con el fin de mantener un texto lingüísticamente unificado, según Schlemihl pueden encontrarse numerosos recursos. La forma más fácil es la simple reiteración de un término, lo que desde el punto de vista estilístico se percibe como “poco cultivado”. Pronombres personales y demostrativos (ellos, estos, esos), establecen  conexiones de una manera diferente. La conexión  también se logra con el uso de palabras semánticamente asociadas entre sí, p. ej.  cometa o barrilete – viento – altura – aletear o colear… También son útiles los conectores que relacionan frases con oraciones principales y éstas con las subordinadas. Ellos son preposiciones (con, debido a), conjunciones (y, aunque, si bien) o adverbios (empero, sin embargo) que expresan principalmente relaciones causales, condicionales o modales. Los modos y tiempos verbales correctamente coordinados (consecutio temporum) guían al lector en la ilusión de entender si y cómo un accionar o suceso ha tenido lugar antes o después de otro, o en simultaneidad.

Y regresando al “roter Faden”, su prosapia parece remontarse a las leyendas sobre la “cinta roja” de la China ancestral, de vez en cuando remozadas por novelas y filmes sentimentales donde el vocablo alude a vínculos de sapiencia mistérica o bien de “sangre”. Peter Schlemihl se inclina por el mítico hilo que Ariadna habría entregado a Teseo para ayudarle a salir del laberinto (no sin antes hacerle prometer que la desposaría). No aclara si el rojo del cordel provenía de estar teñido con la púrpura segregada por el múrex,  ni si ese color ayudaba a distinguir el hilo en la supuesta (e improbable) oscuridad de un dédalo atunelado.

Lástima que nuestro confeso y empedernido  embaucador  Schlemihl  no consultara sobre ello – por intermedio de su inventor literario Adelbert von Chamisso –  la opinión de su contemporáneo aunque no coetáneo Johann Wolfgang Goethe… Quien para esas fechas  (1809 / 1813) ya había dado a la estampa uno de los más bellos relatos sobre amores decepcionados: la novela “Die Wahlverwandschaften”.  Anota el gran poeta, referido al Diario de la protagonista Ottilie, que ahí “corre un hilo de inclinación y apego que lo une todo y caracteriza el conjunto”  (op.cit. 2ª parte, capítulo II). Y al hilo metafórico de esa evaluación añade el dato que develaría una de las fuentes etimológicas de la voz coloquial “der rote Faden”, en este segmento:

“…Wir hören von einer besondern Einrichtung bei der englischen Marine. Sämtliche Tauwerke der königlichen Flotte, vom stärksten bis zum schwächesten, sind dergestalt gesponnen, daß ein roter Faden durch das Ganze durchgeht, den man nicht herauswinden kann ohne alles aufzulösen, und woran auch die kleinsten Stücke kenntlich sind, daß sie der Krone gehören”.-

Que Schlemihl no haya encontrado este antecedente etimológico no quita valor a sus especulaciones sobre las coherencias de tema y forma que consolidan un texto de lengua. No pretendía que lo tuviesen por un pozo de ciencia, aunque mucho aprendió desde que vendió su sombra. Admite que todos los Schlemihl del mundo fueron conocidos como insignes mentirosos, y ratifica que lo escrito en este texto no invalida  esa verdad.

Era más modesto que Fausto y aprovechó la oportunidad de redimirse en vida por su propio esfuerzo. En este blog le creemos bajo palabra textual.-       ch

[Se deja la cita de Goethe en su lengua original, y confiamos en que los asistentes al taller de “alemán jurídico y literario” la traerán traducida en la primera reunión, el 18 de abril de 2018].

Quienes quieran conocer de primera mano la asombrosa historia de nuestro héroe Schlemihl pueden leerla en http://gutenberg.spiegel.de/buch/peter-schlemihls-wundersame-geschichte-759/1

aportes de kalais en sinopsis:

Ariel https://arielrodo.weebly.com  con 3 págs anexas

Primera pág. propia del autor https://reyaller.wordpress.com   y  http://analfa.wordpress.com

Leer también http://bowzine.weebly.com/carlos-haller.-  de Estefanía y Edgardo Berg  http://bowzine.weebly.com/carlos-haller

En categorías Carlos Haller, alemán y español  http://derdeutschsprachigestammtischmardelplata.com de Axel Mertins y Doris Rack

textos  Lecturas en alemán, ópera y poesía   http://hanalfablog.blogspot.com.ar
Ver también ARIELINOS  http://476903150920164327.weebly.com

 

el árbol y el Azar

El árbol, el alcalde y la mediateca ou les sept hasards

Film video https://www.youtube.com/watch?v=surVI-A97fo

Es probable que Chungui Fernández Barrio disienta con el redactor de esta nota en lo concerniente al film que ambos apreciamos el último domingo de enero de 2018, como parte del ciclo de “cine que no vemos” reiniciado por Diego Menegazzi en el Teatro Estudio de Mar del Plata. Bienvenida la discrepancia de opiniones al juzgar la tal vez última película de “gran formato” que ha creado el afamado director francés Eric Rohmer en 1992, pues la reposición atestigua la vigencia artística de sus aportes y el interés doctrinario que continúan mereciendo.

Como introducción al tema valdría este resumen, necesitado de ulteriores ampliaciones: Un instituteur o maestro de escuela  de un pequeño pueblo de la Vendée critica a su alcalde, quien ha obtenido una subvención del ministerio de cultura y proyecta construir un complejo deportivo-cultural en unos terrenos fiscales. Sostiene el dómine que el proyecto es inútil para los habitantes de la aldea y que arruinará el paisaje. El clima político comienza a agitarse cuando una periodista de París llegue al pueblo para escribir un artículo para una revista política sobre este conflicto. No obstante la pequeñez del poblado y la aparente insignificancia de la discusión, El árbol, el alcalde y la mediateca plantea lúcidas reflexiones en torno de los arduos entrelazamientos de la política, no solo la local sino la del distrito, la región y la de Francia entera.

 

Aunque la trama parezca un tanto desdibujada o esquematizada en torno del palabrerío discursivo de los protagonistas, consigue despertar en el espectador una toma de conciencia acerca de las dificultades prácticas e ideológicas reinantes en todos los niveles de cualquier administración pública. Ni siquiera omite zaherir a ciertas formas actuales del ejercicio periodístico. Tampoco se salvan las jerarquías nacionales del partido político al que adscribe el propio alcalde, quien poco a poco va aminorando su ingenuidad, aleccionado por ingratas experiencias. Alusiones muy punzantes reciben también las actitudes oportunistas de los movimientos agraristas y ecologistas, infiltrados a veces como cuñas prebendarias en los resquicios de la inmemorial controversia de intereses afianzada en torno del dualismo de izquierdas y derechas. No faltan momentos de genial humorismo cuando se ingresa en los aspectos “antihumanos” de la actual tecnología, los que adquieren incluso dimensión estética negativa si adoptan magnitudes multitudinarias como la acumulación de bellos automóviles en un enorme parking. Todo a la misma escala del proyecto arquitectónico que es objeto de controversias en el pequeño pueblo, donde resalta  la mediateca cuya “funcionalidad” nadie tiene muy en claro.

Un día Zoë, la hija del instituteur,  tras devolver una pelota que “l’hasard” hace caer fuera del parque privado del alcalde, obtiene la posibilidad de hablar con él. Ella es una niña de diez años que asiste a las clases del maestro y anota sobre un papel las objeciones formuladas por su padre contra el proyecto del jefe comunal. Zoë le explica al alcalde el contenido de aquellas discrepancias, en especial las dirigidas contra el proyecto de la biblioteca, el teatro y la mediateca. Y le hace ver que en realidad él no está velando por los intereses de los habitantes del pueblo sino por los suyos, concernientes a su carrera política. Éste, ante la insuficiencia de argumentos  que la satisfagan, prodiga a la niña una retahíla de elogios acompañados de una verdad que se le escapa de la boca: dentro de una década, cuando Zoë pueda votar, ya podrá hacer algo al respecto. Esa falsa sensación de que podamos modificar algo en la toma de decisiones estatales cuando ya han sido tomadas una década antes, no es frecuente verla planteada con igual claridad  en un buen film como el citado.  Cuyo irónico final “coral futurista” omito declarar para no suscitar la ira de quienes aún no lo hayan visto.

 

Sí vale una mención de la primera escena en el aula, cuando el maestro imparte una correctísima lección sobre las oraciones subordinadas condicionales, que arroja luz sobre el subtítulo de la peli: “les sept hasards”. Hace referencia a cada uno de los hechos de la vida social y política que van condicionando  los resultados de las decisiones o conductas de los protagonistas, y determinan el desarrollo argumental del film. El realizador tiene la deferencia de escribirlos en pantalla, con toda prolijidad y en letra imitadora de la grafía de escolares, a medida que van aconteciendo.” Si al día siguiente de las elecciones regionales, el partido S no se hubiese quedado en minoría…”  – No es deleznable esa anotación si la pensamos como un planteo general sobre la posibilidad “científica” de admitir o reconocer la intervención de factores “azarosos” en el estudio de la historia. Es el tema de la supuesta antinomia entre el Azar y la Necesidad, ya muchas veces encarado y no resulto por los filósofos.

  

Para no dejar flotando un asunto tan serio como final de esta nota, me divierto en transcribir (acortando su extensión) partes del poema que cantan los ancianos coreutas del pueblo a la terminación del film. (¿Dónde habrá encontrado Rohmer tantos?).                                                                   ch

Plus de médiathèque ; / La bibliothèque / Dans un vieux grenier / La vidéothèque / Dans l’ancien moulin, / Et la discothèque / Dans la cave à vin

INSTITUTEUR (Fabrice Luchini)
Et la campagne sera belle
On reverra les hirondelles
Les prés se couvriront d’ombelles
Où logeront les coccinelles
Plus d’insecticides
Ni de pesticides
Plus de mazout
Ni d’autoroutes,
De l’oxygène,
pas de kérosène,
Pas de décharges publiques,
Ni de centrales atomiques,
Pas de trou dans l’ozone,
Ni de zones
D’Aménagement Concerté;
Plus de médiathèque,
La bibliothèque
Dan un vieux grenier
La vidéothèque
Dans l’ancien moulin,
Et la discothèque
Dans la cave à vin.

LE MAIRE                                                                                               Nous vivrons tous à la campagne
LE CHOEUR
Parmi les champs ou les prairies
LE MAIRE
On pourra rester en Bretagne
LE CHOEUR
En Provence ou en Normandie
LE MAIRE
Tout en étant chef de bureau,
comptable ou informaticien.
Plus besoin d’aller au boulot,
LE CHOEUR
Avec la voiture ou en train.
Nous serons toujours en vacances,
Tout en produisant d’abondance,
Quelle chance
LE MAIRE
D’avoir trouvé la solution
Pour les nouvelles générations !
BERENICE (Arielle Dombasle)
Et bien, dans ce cas, le week-end
Les jours de fête et les congés,
Au lieu de s’envoler pour l’Inde
Pour Caracas ou pour Tanger,
Ou bien de rouler vers Deauville,
Trifouillis-les-Oies ou Bécon,
On ira retrouver la ville
Son macadam ou son béton.
Nous savourerons ses plaisirs
Ce sera notre vrai loisir.
Quelle chance
BERENICE ET CHOEUR
D’avoir trouvé la solution
LE MAIRE
Pour les nouvelles générations.

La protesta del instituteur https://www.youtube.com/watch?v=vw4KK0-tyTI  video

Canción conclusiva https://www.youtube.com/watch?v=oMqPrYINviM video

Homenaje ARA San Juan

 

Sin alardes: el 5 de diciembre de 2012 inicié este blog con una foto de la ARA Libertad detenida en Ghana a raíz de una presunta negligencia gubernamental. Ver clic ARA Libertad on diciembre 5, 2012 –

Hoy corresponde rendir un homenaje mucho más sentido a los tripulantes del U-Boot ARA San Juan.  Su condición de marinos no los hace más merecedores que otros. Supongo que en la reiteración del tributo influye el hecho de que mi viejo haya sido soldado marinero.-

Kalais

[después del post que antecede me entero de un interesante artículo alusivo en http://www.lanacion.com.ar/2100475-la-batalla-legendaria-del-ara-san-juan ]



 

Helene an Faust

De Helena a Faust

“Helena la helénica, hija de Zeus, la más bella mujer de todo el Orbe conocido, raptada de muy niña por Teseo, concedida por Afrodita al placer de Paris en obsequio de un fallo discutible, esposa del rey espartano Menelao, amada de Aquiles y de otros olvidables admiradores, ensalzada en Roma por el muy tierno y un poco lascivo Ovidio Nasón, hoy alojada en el palacio de Proserpina etc etc

A Johann o Heinrich Faust, alemán del Rhein, ávido de sensaciones, insaciable universalista, gentil enamorado de señorial trato hacia mi persona, dilecto protagonista de tragedias, óperas y estudios psicosociales descaecidos:

SALUDO Y HAGO SABER : que al otorgárseme asilo en  las oscuras mansiones de Hades elegí, entre otros trámites de ingreso, beber de las aguas del río Mnemósine en vez de las del Lete. Esa es la causa de que aún recuerde tu nombre, tu figura y el gallardo idioma  con acento renano que tuviste a bien transmitirme en versos rimados, extraños a mis helénicos yambos.

Espero que en la confusión de lenguajes que hoy, según oigo decir, abarca a mujeres y hombres de allá arriba, todavía se oigan pronunciar voces helenas y alemanas con el hálito de nobleza que les otorga la poesía. Supe escribir y no estuve obligada a hacerlo, pues fui reina y bastaba la boca para expresar órdenes y deseos. La brumosa luz que me rodea permite que redacte sobre una tablilla esta misiva, aunque en prosa mi alemán parezca pésimo.

Con la anuencia de Plouton, rico de muchas almas, y la cortesía de Hermes, olímpico mensajero, confío en que esta epístola te sea entregada. Mis saludos al señor von Goethe y un beso para ti”.

 

-o-o-

El caballero toledano que en una charla de taberna me entregó un ajado pliego cubierto con esas letras, decía haber “pertenecido” (¿él o el papel?) a la afamada Escuela de Traductores de su ciudad natal. No aclaró los motivos del cese en la función que allí habría ejercido, pero juró con vehemente empaque haber sabido de insospechable fuente que la misiva allí transcripta fue vertida al idioma de Castilla desde la mismísima tableta que ostentaba su original texto en alemán. Ya no recuerdo el nombre ni demás señas de mi respetable interlocutor, ni el tiempo que transcurrió desde aquel ocasional encuentro. Lo cierto es que me dejó el susodicho pliego en prenda de varias copas de buen vino manchego que en la ocasión le pagué.

Mephisto no permita que tan valioso documento, supuesta su autenticidad, se pierda en la caja de los desechos cuando los diablos reclamen que les haga compañía. Por eso ahora lo publico para diversión de eruditos, si bien las especialidades que confieren prestigio científico hoy se orientan hacia ciencias muy alejadas de las literarias.

Sin embargo, quienes por razones de utilidad o entretenimiento  suelen escarbar en las canteras del idioma alemán tal vez encuentren placer en recrear imaginativamente la epístola original que en esa lengua pudo haber dirigido Helena al Dr Faustus. Un poco a imitación del aun no bien valorado Ovidio cuando ejercitó su estilo juvenil en la composición de las Heroidas – (epistulae heroidum) – en tiempos augusteos. Si no se les ilumina una redacción inventada, intenten verter al alemán la quizás apócrifa copia que encabeza esta nota. Tal vez no la juzguen demasiado absurda – dentro de la endeble coherencia fáustica y goetheana— si se la  concibe en el contexto de la amalgama clásica y romántica insinuada hacia el final de los parlamentos sostenidos entre Helena y Faust al encontrarse a solas (antes de la escena de Euphorion…)

Transcribo a continuación un tramo de los versos del Faust II  que dan significado dialogal a ese ilusorio encuentro. Tenía pensado ilustrarlos con una imagen artísticamente adecuada de la Helena mítica. Si bien varios pintores se han aventurado a “retratarla”, plasmaron en esas figuraciones un rostro cuyos rasgos no podían sino reproducir el ideal de belleza femenina vigente en las sucesivas épocas en que el retrato se creó. Opté, pues, por insertar aquí una figura por completo “ahistórica”, como si de una ilustración reciente para una novela de caballería se tratara. El efecto descontextualizador se acentúa con la inclusión de Fausto, vestido con coraza medieval, en consonancia con el tratamiento de veneración cortés que el otrora adusto alquimista dispensa en dicha escena a la sempiterna beldad helénica.

. . .HELENA:
Vielfache Wunder seh’ ich, hör’ ich an,
Erstaunen trifft mich, fragen möcht’ ich viel.
Doch wünscht’ ich Unterricht, warum die Rede
Des Manns mir seltsam klang, seltsam und freundlich.
Ein Ton scheint sich dem andern zu bequemen,
Und hat ein Wort zum Ohre sich gesellt,
Ein andres kommt, dem ersten liebzukosen.

FAUST:
Gefällt dir schon die Sprechart unsrer Völker,
O so gewiß entzückt auch der Gesang,
Befriedigt Ohr und Sinn im tiefsten Grunde.
Doch ist am sichersten, wir üben’s gleich;
Die Wechselrede lockt es, ruft’s hervor.

HELENA:
So sage denn, wie sprech’ ich auch so schön?

FAUST:
Das ist gar leicht, es muß von Herzen gehn.
Und wenn die Brust von Sehnsucht überfließt,
Man sieht sich um und fragt—

HELENA:
—Wer mitgenießt.

«¿Cuál es el significado alegórico de Helena? Helena es la alegoría de sí misma. La Helena que aparece remite a la que fue»…

[la escena que antecede culmina con estos versos declamados por FAUST: ]

. . . So ist es mir, so ist es dir gelungen;
Vergangenheit sei hinter uns getan!
O fühle dich vom höchsten Gott entsprungen,
Der ersten Welt gehörst du einzig an.
Nicht feste Burg soll dich umschreiben!
Noch zirkt in ewiger Jugendkraft
Für uns, zu wonnevollem Bleiben,
Arkadien in Spartas Nachbarschaft.
Gelockt, auf sel’gem Grund zu wohnen,
Du flüchtetest ins heiterste Geschick!
Zur Laube wandeln sich die Thronen,
Arkadisch frei sei unser Glück!  

La idea arcadiana refiere a una Edad de Oro en la que personas buenas e inocentes vivían con sencillez en paz y armonía con la naturaleza; es un arquetipo común a muchas tradiciones culturales. Virgilio lo insinúa en su Ecloga V. A veces, el paisaje arcádico toma la forma de un jardín protegido o cerrado, como el Jardín del Edén. La naturaleza se representa como viviente y sensible, no carente de apariciones inexplicables (la presencia de Pan, las ninfas y otros espíritus de la naturaleza), y lo divino allí se  manifiesta (ya que los dioses viven entre los humanos, interactúan con ellos).

GOETHE pasó dos años (1786-1788) en su Italienische Reise, animado por la obsesión clasicista de Winckelmann.. El motto o lema de su libro fue ET IN ARCADIA EGO, que él traduce al alemán: “Auch ich in Arkadien”: yo también en la Arcadia; la he visto en Italia, aunque designe un paisaje griego. Es la profesión de fe de un poeta que desciende de la fría Alemania hacia el sol de Apolo. Representa el compromiso superador o conciliador de dos ideales estéticos: el romántico, nostálgico, íntimo, intenso del poeta con el MUNDO CLÁSICO. Así puede interpretarse también el enlace de Helena con Faust en los versos arriba citados.

(tema cotejable en  http://www.digbib.org/Johann_Wolfgang_von_Goethe_1749/Faust_II?k=Vor+dem+Palaste+des+Menelas+zu+Sparta )

Ver también La bella Helena, mortal y rescatada on in fine, blog https://analfa.wordpress.com – post del 8.01.2018


 

El hombrecillo de la probeta

Homunculus , colour

Film “Paracelsus” von Georg Wilhelm Pabst (1943). https://www.youtube.com/watch?v=RE61tp6uHUs

La rosa de Paracelso https://www.youtube.com/watch?v=PwgCz7LDHuU   “Paracelso se quedó solo. Antes de apagar la lámpara y de sentarse en el fatigado sillón, volcó el tenue puñado de ceniza en la mano cóncava y dijo una sola palabra en voz baja. La rosa resurgió. » J.L. Borges

El hombrecillo de la probeta : “Lo que se forja con el fuego es alquimia, ya sea en un horno o en la estufa de la cocina “ – Paracelsus

Antecedentes http://www.ancient-origins.net/artifacts-ancient-writings/homunculus-alchemical-creation-little-people-great-powers-002928?nopaging=1

En el post titulado Lectura 52, Homunculus… — ejercicio de análisis para asistentes a un taller de idioma alemán (sin fines de lucro) —  http://hanalfablog.blogspot.com.ar/2017_12_21_archive.html  se hizo reserva de añadir datos suplementarios en torno de un sugestivo “personaje menor” del universo literario goetheano. Como sucede con algunas figuras del Faust, la del homunculus “actúa” o juega  en apenas algo más que una sola escena aunque sus intervenciones discursivas queden lejos de agotar su ínsito significado poético. La página citada puede ser leída como autónoma respecto de la presente, si bien aquí hubimos de suministrar eslabones hacia sitios quizás más esclarecedores. Homunculus dialoga en alemán. La versión al castellano – cuya fuente se indica – es acreedora del respeto debido a toda labor traductora, y no clausura la posibilidad de que suscite otras interpretaciones. Si este posteo resultare superfluo o  redundante, se le intercalaron algunos párrafos también necesitados de la respectiva traducción. ¿Nos animamos?

             Faust Medaille Paracelsus.jpg       Faust Pakt.jpg

Aquel tramo del Faust goetheano que en ediciones “definitivas” se conoce como  Faust I, der Tragödie erster Teil  es quizás el que mejor merece ser llamado “tragedia” si lo encuadramos en las categorías del teatro clásico. Allí Margarete (Gretchen ), la víctima del rejuvenecido protagonista, sufre su amargo abandono y es condenada a morir, mientras Fausto desaparece  de escena con la ayuda de Mefistófeles. La segunda parte de la obra, varias veces continuada y reelaborada por el poeta casi hasta el día de su muerte, se abre con un locus amoenus poblado de gentiles espíritus y exaltados coros que cantan un nuevo amanecer, de cuyos colores y armonías Faust debe apartar los ojos con  dolor. El 2º acto de esa 2ª parte muestra el deslucido cuarto donde Fausto vivía y estudiaba antes de ser transformado. Faust duerme, agotado por las vivencias del jardín encantador. Wagner, su ayudante y discípulo, está junto a la hornalla o chimenea donde aguarda con tensa expectativa el resultado del experimento alquímico que ha emprendido: gestar a un ser humano dentro de una ampolla o retorta. Es la escena del Fausto II subtitulada Laboratorium,  que se representa en el video  https://www.youtube.com/watch?v=ZdlEBAztPM0 .

Fausts Famulus Wagner, dem wir in den Szenen Nacht  und Vor dem Tor im ersten Teil der Tragödie begegnet sind, hat sich in der Zwischenzeit zu einem gelehrten Mann gemausert. Wir treffen ihn im Labor an, wo er in-vitro einen künstlichen Menschen erzeugt.
Mephistopheles tritt hinzu und folgt amüsiert Wagners Vorhaben.  Mephistopheles lässt im geeigneten Augenblick das Glas ertönen: Homunkulus, ein Männlein, erscheint in einer Glaskugel. Mephistopheles als Geburtshelfer. Ein teuflisches Werk. Er sagt es am Ende der Szene selbst: « Von Kreaturen die wir machten….. » (Wer ist mit « wir » gemeint ?).

Paracelsus beschreibt die Homunkuli als « wunderleut, die alle heimlichen und verborgne ding wissen, die allen menschen sonst nicht möglich sein zu wissen ».- Goethe zu Eckermann: « die Stimme müsste so kommen, als wenn sie aus der Flasche käme. Es wäre die Rolle für einen Bauchredner, » . Homunkulus deutet Fausts ahnungsvollen Traum: Helenas Zeugung durch Leda, und Zeus in der Gestalt eines Schwans.
Homunkulus entschwebt der Szene auf dem Weg zur Klassischen Walpurgisnacht. Mephistopheles und Faust folgen nach. Wagner bleibt enttäuscht und traurig zurück.
In der Klassischen Walpurgisnacht zerschellt Homunkulus’ Glaskugel, in der er nur halb entstanden ist, in den Felsbuchten des ägäischen Meeres in einem orgiastischen Liebesakt an Galatees Muschelwagen. Homunkulus entsteht nun ganz.

           homunc retorta   homunculus 2 en fiola.jpg

[gemausert : kommt von mausern Vb. (refl.) ‘die Federn wechseln’, übertragen ‘sich zu seinem Vorteil  verändern, sich herausmachen’. ‘wechseln, tauschen’ ist entlehnt aus lat. mūtāre ‘(ver)ändern, verwechseln, vertauschen’. entwickelt in refl. Verwendung den Sinn ‘die Federn wechseln’, auch (von Amphibien) ‘die Haut wechseln’].

Goeth 2.jpg         Goethe 1.jpg

Fuente del siguiente  fragmento traducido https://www.ucm.es/data/cont/docs/119-2014-02-13-Goethe.Fausto.pdf

LABORATORIO (Al estilo de la Edad Media, lleno de enormes y toscos aparatos con fines fantásticos.)

WAGNER (Junto al fogón.) Suena la campana, la terrible, su tañido resuena en los muros llenos de hollín. La incertidumbre no puede durar más tiempo, ya las oscuridades se aclaran; en el fondo de la redoma empieza a estar incandescente el carbón enrojecido, parece el más magnífico de los carbunclos y despide destellos a través de la oscuridad. Aparece una luz clara y blanca. Ah, ¡que no lo pierda otra vez! Oh, Dios, ¿qué es ese ruido en la puerta?

MEFISTÓFELES (Entrando.) ¡Saludos!, es con buena intención.

WAGNER (Con miedo.) ¡Salud a la estrella de esta hora! Pero callad y contened la respiración. Está a punto de consumarse una gran obra.

MEFISTÓFELES (Más bajo.) ¿Qué está ocurriendo?

WAGNER (Más bajo aún.) Se está dando forma a un ser humano. [Es wird ein Mensch gemacht]

MEFISTÓFELES ¿A un hombre? Y ¿a qué pareja de enamorados has metido en el hueco de la chimenea?

WAGNER ¡Dios me libre! Declaro que el estilo antiguo de procrear es una vana necedad. El delicado punto del que brotaba la vida, la suave fuerza que surgía del interior, recibía y daba, para darse forma a sí misma y asimilarse primero a lo más cercano y luego a lo extraño, está ya privado de su dignidad. Aunque el animal todavía se solaza con ello, el hombre, mucho mejor dotado, ha de tener en el futuro un origen más noble y más elevado. (Volviéndose hacia el fuego del horno.) ¡Ved cómo brilla!… Ahora sí que se puede confiar en que, por la mezcla de cientos de ingredientes -pues esto es una mezcla-, compondremos la materia humana, la encerraremos herméticamente en un alambique y la destilaremos en su justa medida. Así, serenamente, la obra habrá sido culminada. (Volviéndose hacia el fuego del horno.) ¡Todo va saliendo! La masa se va aclarando, mi convicción se confirma cada vez más. Aquello que se considera secreto en la naturaleza, voy a probarlo de modo racional, con osadía, y lo que ella antes organizaba por su cuenta, ahora lo voy a hacer cristalizar.

MEFISTÓFELES Aquel que ha vivido mucho, ha tenido muchas experiencias. No puede encontrarse con nada nuevo en este mundo. En mis años de viaje he visto ya muchos pueblos cristalizados.

WAGNER (Siempre muy atento a la redoma.) Esto sube, centellea, se conglomera; en un momento estará hecho. Un gran proyecto siempre parece al principio obra de un demente, pero riámonos del azar, un cerebro que puede pensar bien, creará con el tiempo un pensador. (Observando entusiasmado la redoma.) Una suave fuerza hace que resuene el vidrio; se enturbia, se aclara, por lo tanto tiene que surgir. Ya veo un hombrecito moviéndose graciosamente. ¿Qué más queremos?, ¿qué más nos exige el mundo? El misterio ha sido desvelado y está a plena luz. Prestad oídos a este sonido, se va a convertir en voz, se va a hacer lenguaje.

HOMÚNCULO (Dirigiéndose a WAGNER desde la redoma.) ¿Qué tal, papaíto? Ya veo que no ha sido una broma. ¡Ven y abrázame con ternura contra tu pecho!, pero no lo hagas muy fuerte, no sea que se rompa el vidrio. Fijaos en la naturaleza de las cosas: mientras a lo natural ni siquiera parece bastarle el mundo, lo artificial sólo requiere un reducido espacio. (A MEFISTÓFELES.) Primo, ¿te ha dado por llegar en el momento justo, eh, sinvergüenza?; te lo agradezco. La buena suerte te ha traído aquí con nosotros. Ya que existo, he de mostrarme activo. Quiero afanarme en  seguida a trabajar. Tú eres capaz de acortarme el camino.

WAGNER ¡Sólo una palabra! Hasta hoy tuve que avergonzarme, pues los viejos y los jóvenes me atormentaban con problemas. Por ejemplo, nadie ha podido entender cómo el alma y el cuerpo, compenetrándose tan bien y estando tan estrechamente unidos que al parecer nadie puede separarlos, estén siempre amargándose mutuamente la vida. Además…

MEFISTÓFELES ¡Alto ahí! Yo preferiría preguntar: ¿por qué el marido y la mujer se llevan tan mal? Esto, amigo mío, nunca llegarás a aclararlo. Aquí hay mucho que hacer, y trabajar es precisamente lo que quiere el pequeño.

HOMÚNCULO ¿Qué hay que hacer?

MEFISTÓFELES (Señalando una puerta lateral.) ¡Muestra aquí tu aptitud!

WAGNER (Sin dejar de mirar la redoma.) ¡Eres verdaderamente el más encantador de los muchachos! (La puerta lateral se abre y se ve a FAUSTO tendido en el lecho.)

HOMÚNCULO (Sorprendido.) ¡Impresionante! (La redoma se escapa de las manos de WAGNER, flota sobre FAUSTO y lo ilumina.) Está rodeado por lo bello. En las aguas cristalinas y en las tupidas arboledas, unas mujeres se desnudan. ¡Son las más hermosas y deseables! Esto cada vez es mejor. Pero hay una que se distingue esplendorosamente de todas. Ella pone su pie sobre la translúcida claridad. La suave llama de la vida que anima ese noble cuerpo se atempera en el lábil cristal de las ondas. Pero, ¿qué es ese ruido de alas agitadas?, ¿qué agitar y qué chapoteo de alas perturba este pulido espejo? Las muchachas huyen asustadas, pero sola se queda la reina mirando y ve, con orgulloso placer femenino, cómo el príncipe de los cisnes se aprieta con impertinente mansedumbre contra sus rodillas. El parece familiarizarse. De repente un vapor se empieza a elevar y los cubre con un tupido manto. Es la más bella de todas las escenas.

MEFISTÓFELES ¡Cuánto tienes para contarnos! Con  lo pequeño que eres, es grande tu fantasía. Yo no veo nada.

HOMÚNCULO Y lo creo. Tú eres del norte y creciste en tiempos de las nieblas, en un desolado período de caballería y entusiasmo clerical, ¡cómo iba a estar libre tu mirada! Sólo te sientes bien entre tinieblas. (Mirando alrededor.) ¡Piedra renegrida, enmohecida, repugnante, arcos ojivales, volutas, todo ruin! Si este se despertara, habría otro problema, pues moriría de inmediato. Los manantiales del bosque, los cisnes, las bellas desnudas, ese era su sueño lleno de presentimientos. Yo, el más acomodaticio de los seres, apenas podría haberlo soportado. Partamos ahora con él.

 MEFISTÓFELES Seguro que el viaje será de mi agrado.

HOMÚNCULO – ¡Manda al guerrero al combate!, ¡lleva a la muchacha al baile!, y así todo quedará arreglado. Ahora que lo recuerdo, precisamente hoy es la noche clásica de Walpurgis. No hay mejor ocasión para llevar todo a su propio elemento.

MEFISTÓFELES Jamás oí hablar de tal cosa.

HOMÚNCULO ¿Cómo podría haber llegado a tus oídos? Tú sólo conoces a los fantasmas románticos; un auténtico fantasma ha de ser también clásico.

MEFISTÓFELES Entonces, ¿adónde he de emprender el viaje? Ya estoy hastiado de mis colegas de la Antigüedad.

HOMÚNCULO Satán, al noroeste está tu región preferida, pero esta vez navegaremos rumbo hacia el sureste. Por un amplio valle fluye libre el Peneo formando tranquilos y húmedos remansos rodeados de árboles y matorrales; la llanura se extiende hasta alcanzar los montes y las gargantas, y arriba, vieja y nueva a la vez, está Farsalia.

MEFISTÓFELES ¡Oh, no!, ¡déjate de eso!, y no me hables de luchas de la tiranía contra la esclavitud. Eso me enfada, pues apenas ya todo se ha discutido, ellos empiezan de nuevo, y nadie se da cuenta que es Asmodeo el que está detrás. Se baten, según dicen, por el derecho a la libertad, pero si se mira bien es una lucha de siervos contra siervos.

HOMÚNCULO ¡Deja al hombre con sus discordias! Cada cual debe defenderse como puede desde niño y así aprenderá a hacerse hombre. Ahora tan solo se trata de saber si este hombre puede sanar. Si dispones de un remedio, haz aquí mismo la prueba; si no puedes hacer nada, déjamelo a mí.

MEFISTÓFELES Se podría probar con algo del Brocken, pero a todo ello le han echado el candado pagano. El pueblo griego nunca valió mucho, pero os deslumbra con el libre juego de los sentidos y seduce el corazón humano con alegres pecados, mientras que los nuestros siempre se verán tenebrosos. Y ahora, ¿qué hay que hacer?

HOMÚNCULO Tú no eres apocado y si te hablo de las hechiceras de Tesalia, creo que esto te dirá algo.

MEFISTÓFELES (Con lascivia.) ¡Las hechiceras de Tesalia! ¡Muy bien!, son personas de las que me informé hace mucho tiempo. Vivir con ellas noche tras noche no creo que sea agradable, pero sí que se puede intentar hacerles una visita…

HOMÚNCULO Trae aquí la capa y envuelve al caballero adormecido. Ese guiñapo os llevará, como siempre, a uno y a otro; yo iré delante alumbrándoos.

WAGNER (Con temor.) ¿Y yo?

HOMÚNCULO Tú, mientras tanto, quédate en casa y haz algo importante. Desenrolla los viejos pergaminos, reúne elementos vitales según las prescripciones y añade con cuidado unos a otros. Mientras yo, al recorrer el mundo, tal vez descubra el punto sobre la i. Entonces habré alcanzado el premio, hay que esforzarse por tal recompensa: oro, honor, fama, una vida sana y larga, y también quizá ciencia y virtud. ¡Adiós!

WAGNER (Desolado.) ¡Adiós!, siento el corazón oprimido. Me temo que no volveré a verte nunca más.

MEFISTÓFELES Bajemos al Peneo. Habrá que hacer caso al primito. (A los espectadores.) Al final, dependemos siempre de las criaturas que hemos fabricado.-    

Johann Wolfgang Goethe, Faust II – Der Tragödie zweiter Teil

Apuntes para Gunther Plüschow

    Plüschow Taube.jpg Plusch deutsche Matrosen in Bucht tsingtao2.jpg

        Plüschows  Taube                    Marinería alemana en bahía de Tsingtau

Alguien una vez, con descaro equivalente a la magnitud de su incomprensión, dijo que mi “entusiasta endiosamiento de Gunther Plüschow” implicaba un panegírico del imperialismo germano. Acepté el primer supuesto si me concedía el sentido griego de entusiasmarse (de enthousiazein “be inspired or possessed by a god, be rapt, be in ecstasy,” from entheos “divinely inspired, possessed by a god,”). Denegué la conclusión:  jamás di hurras a ningún imperialismo, y menos ante ese interlocutor cuyo patriotismo no se aminoraba aunque se le demostrase su proveniencia de una rancia estirpe hispánica, cuya raíz imperial fue trasplantada al patio trasero de otro imperio más vigente.

Dado que mi dedicación a la lengua alemana, con ánimo de aprenderla y difundirla,  pudo haber inspirado el irrazonable infundio  antedicho, invito a quienes comparten los talleres que coordino a releer con afán crítico las dos lecturas que acerca de Plüschow publiqué en fechas recientes (7 y 8 de septiembre de 2017) en el blog  http://hanalfablog.blogspot.com.ar . Esta invitación no declara superfluas unas notas que elijo compartir ahora sobre el imperialismo y el del imperio alemán  en particular, complementándolas con un apunte en torno de las andanzas de Gunther Plüschow en la región austral chilena y argentina, cuando no estaban dadas  en Alemania las condiciones sociales y políticas para presumir que el valiente aviador naval estuviera espiando por estos pagos.-  kalais

Colonialismo e imperialismo: 

En su acepción más difundida, llámase “colonialismo” al régimen en el que un Estado mantiene bajo su dependencia a territorios casi siempre no contiguos o hasta entonces autónomos, cuyos pobladores suelen mostrar diferencias étnicas, culturales o económicas con la población de la potencia dominante. Ciudades griegas tuvieron colonias en territorios de pueblos bárbaros. La Roma republicana practicó guerras con fines de despojo y explotación de las “provincias” vencidas. España,  Portugal, Inglaterra, Holanda y otros reinos emprendieron conquistas de territorios ultramarinos a partir del siglo XV de nuestra era. Desde el punto de vista de su estatuto jurídico en el “derecho de gentes”, puede variar el grado de autonomía y representación política de esos territorios frente a las metrópolis.

A determinada altura del desarrollo económico y técnico de los países dominantes , cuando la extracción agraria o rural va cediendo en importancia frente a la libre y competitiva actividad industrial, la dinámica ínsita en el sistema capitalista lleva a partir de 1870 a la concentración monopolística de las ramas productivas y su fusión o entrelazamiento con los agentes capaces de financiar el desarrollo (bancos, compañías por acciones). La relativa saturación de los mercados internos y la creciente pauperización de la clase obrera  obliga a “exportar” los principales factores productivos (capitales, tecnologías, trabajo) para obtener nuevas materias primas y estimular un mayor consumo en regiones menos desarrolladas. Esta expansión no está exenta de riesgos y ha de ser protegida, en previsión de represalias, con el control cultural y militar de los territorios sujetos a tales inversiones. Así se forman “zonas de influencia” y un reparto económico del mundo por parte de las naciones más dinamizadas, situación fácilmente propensa a engendrar conflictos armados de creciente magnitud, extensión y peligro para la humanidad. Este panorama (englobado bajo el amplio concepto de “imperialismo”) bien puede ser extendido hasta nuestros días (comienzos del siglo XXI), si bien ya era avizorado en el siglo XIX por economistas,  políticos y gestores de revoluciones sociales.

Si bien las expresiones más recientes de la conglobación y disgregación de sociedades nacionales muestran formas divergentes del modelo “zonas de influencia” , quizá valgan aún las hipótesis del determinismo económico,  tecnológico y cultural para ayudar a comprender la aparición de dos o tres bloques de potencias mundiales y los avances hacia la globalización. En este resumen parece razonable permanecer apegados al  tipo de análisis que había cobrado vigencia intelectual en tiempos de auge del fenómeno imperialista aquí aludido. Tomado en  el período de su madurez (segunda mitad del siglo XIX – primeras décadas del s. XX), sus manifestaciones que vienen al caso pueden resumirse así, y leerse en alemán para quienes compartan el gusto de ese idioma:

Der Berliner Kongress (1878) war eine Versammlung von Vertretern der europäischen Großmächte Deutsches Reich,Österreich-UngarnFrankreichVereinigtes Königreich,Italien und Russland sowie des Osmanischen Reiches, auf der die Balkankrise beendet und eine neue Friedensordnung für Südosteuropa ausgehandelt wurde. Die Wertung des Berliner Kongresses und seiner Ergebnisse ist in der historischen Forschung umstritten. Wegen des offen imperialistischen Feilschens über Territorien ohne jede Rücksicht auf die nationalen Rechte der ansässigen Bevölkerung

In der Berliner Konferenz 1885 wurde noch eine Neutralitätserklärung für das Kongobecken sowie – auf Initiative Großbritanniens – eine Verpflichtung zur Unterdrückung des Sklavenhandels aufgenommen. Im Wesentlichen aber konnte sich das Deutsche Reich mit seinen Vorstellungen zur Regierung in Zentralafrika und zur Besitzergreifung an den Küsten des Kontinents durchsetzen. Zahlreiche Kommentatoren haben der Konferenz die Abwesenheit afrikanischer Vertreter bei diesen Vorgängen in Berlin beanstandet.

Während Bismarck als europäischer Machtpolitiker und Architekt der deutschen Reichseinigung im kollektiven Gedächtnis immer noch präsent ist, gilt er auch als Geburtshelfer des modernen, nationalstaatlich organisierten Afrika und der Begründer des deutschen Kolonialreiches. Bismarck selbst war kein Kolonialenthusiast. Er wollte keine Kolonien, dafür war er viel zu sehr Realist. Schon am Vorabend der Reichsgründung versuchte er sich gegen die immer stärker werdende koloniale Begeisterung in deutschen Landen zu stemmen. Er erklärte: “Einerseits beruhen die Vortheile, welche man sich von Colonien für den Handel und die Industrie des Mutterlandes verspricht, zum größten Theil auf Illusionen. Denn die Kosten, welche die Gründung, Unterstützung und namentlich die Behauptung der Colonien veranlaßt, übersteigen (…) sehr oft den Nutzen, den das Mutterland daraus zieht, ganz abgesehen davon, daß es schwer zu rechtfertigen ist, die ganze Nation zum Vortheile einzelner Handels- und Gewerbszweige, zu erheblichen Steuerlasten heranzuziehen. (…) Endlich würde der Versuch, Colonien auf Gebieten zu gründen, deren Oberhoheit andere Staaten, gleich ob mit Recht oder mit Unrecht, in Anspruch nehmen, zu mannigfachen und unerwünschten Conflikten führen können.”  
Nach dem deutsch-französischen Krieg (1870/71), der die Kräfteverhältnisse in Europa insbesondere durch die Annexion Elsass-Lothringens auf den Kopf gestellt hatte, erklärte Bismarck das Deutsche Reich als “saturiert”, um die anderen Mächte zu beschwichtigen. Er hatte kein Interesse, diese Strategie für ein koloniales Abenteuer zu gefährden, von dessen Nutzen und Machbarkeit er nicht überzeugt war. Auch nach der Reichseinigung 1871, als der politische Rahmen für eine aktivere Kolonialpolitik zu bestehen schien und Stimmen nach einer Teilhabe Deutschlands an der kolonialen Aufteilung der Welt immer lauter wurden, wiederholte er seine Ablehnung apodiktisch:

War auf Seiten Bismarcks bisher lediglich Machtpolitik im Spiel gewesen, die das Schicksal von nicht-europäischen Völkern und Nationen ignorierte und sie als Schachfiguren in einem europäischen Spiel missbrauchte, so trat er nur sechs Jahre nach dem Berliner Kongress selbst als Interessent kolonialer Erwerbungen auf. Entgegen seiner bereits zitierten Abneigung gegen jede Form kolonialer Abenteuer erklärte das Deutsche Reich in den Jahren 1884/85 Togo, Kamerun, Deutsch-Südwestafrika, Deutsch-Ostafrika und Deutsch-Neuguinea zu eigenen Schutzgebieten. Mit Ausnahme kleinerer Besitzungen in der Südsee sowie Kiautschou (1897) und Deutsch-Samoa (1899), war damit das deutsche Kolonialreich in nur wenigen Monaten komplettiert. Die sogenannten Ungleichen Verträge (,Pinyin’)  — ab Mitte des 19. Jahrhunderts bis Anfang des Ersten Weltkriegs – wurden zwischen den „westlichen“ Fremdmächten (Großbritannien,FrankreichUSARusslandJapan) einerseits sowie ChinaKoreaPersien und Siam andererseits geschlossen. Sie sahen vielfältige Souveränitätsbeschränkungenauf den Gebieten der Politik, der Verwaltung und der Gerichtsbarkeit vor. Nur in wenigen Fällen kam es in dieser Phase zu Konflikten zwischen den Kolonialmächten. Hervorzuheben sind hierbei der Konflikt zwischen Deutschland und Großbritannien um die Kontrolle in Ostafrika, der damit endete, daß Deutschland das Festland des heutigen Tansania mit Ruanda und Burundi zugesprochen bekam, Großbritannien das heutige Kenia. Die Konkurrenz zwischen Frankreich und Großbritannien um die Kontrolle über den Südsudan hätte beinahe zum Krieg zwischen beiden Mächten geführt. 

Deutschlands Engagement in China – Besetzung der Hafenstadt Kiautschou (1897/98) :

Nach der Ermordung zweier deutscher Missionare 1897 zwang man die Chinesen, das Gebiet Kiautschou  ab 1898 für 99 Jahre an das Deutsche Kaiserreich zu verpachten. Die Deutschen begannen daraufhin ihren Einfluss auf die restliche Provinz Shandong auszuweiten und bauten den Hafen von Tsingtau. Der Hafen wurde zum Hauptstützpunkt des Ostasiengeschwaders der Kaiserlichen Marine.

[verpachten = in Pacht nehmen / Pacht f. ‘vertraglich festgelegte Nutzung gegen Entgelt ; das Entgelt des Pächters für die Nutzung, Pachtzins’.- Vlat. *pacta ‘Verträge]. 

 Die Briten betrachteten die deutsche Präsenz in China als eine Bedrohung ihrer eigenen Interessen und pachteten daraufhin Weihaiwei, welches ebenfalls in der Provinz Shandong lag, während Russland und Frankreich Pachtgebiete in Port Arthur und Kwangtschouwan in Besitz nahmen. Zudem begannen die Briten damit, enge Beziehungen zu Japan zu knüpfen. Japan erwarb zu dieser Zeit ebenfalls Kolonialbesitz, auch auf dem asiatischen Festland. Die Annäherung von Japan und Großbritannien mündete am 30. Januar 1902 in der Unterzeichnung der Anglo-Japanischen Allianz. Japan sah darin einen weiteren Schritt auf dem Weg zur Erlangung einer Weltmachtstellung. Durch den Sieg im Russisch-Japanischen Krieg 1905 gewann Japan gegenüber den europäischen Großmächten enorm an Prestige. Die Allianz wurde weiter gestärkt und blieb bis zum Ersten Weltkrieg bestehen.

Der erste Weltkrieg beendete Deutschlands kurze Zeit als Kolonialmacht. Es verlor seine Kolonien Südwestafrika (Namibia), Tanganyika (der Festlandteil des heutigen Tansanias), Kamerun und Togo an Großbritannien, Frankreich und Südafrika.  Die japanische Regierung entschied sich, den Briten im Krieg beizustehen. Am 15. August 1914 stellte Japan ein Ultimatum an das Deutsche Reich, nach dem alle deutschen Kriegsschiffe aus chinesischen und japanischen Gewässern abzuziehen und Tsingtau an die Japaner zu übergeben sei. Tags darauf erhielt Generalmajor Kamio Mitsuomi, Befehlshaber der japanischen 18. Infanteriedivision, den Auftrag, die Einnahme von Tsingtau vorzubereiten. Nach Ablauf des Ultimatums am 23. August erklärte Japan dem Deutschen Reich den Krieg, und bereits ab dem 27. August begann die Blockade Tsingtaus von See her. Tsingtau wurde  zwischen dem 13. September und dem 7. November 1914, von vereinigten japanischen und britischen   Truppen belagert. Die Belagerung endete mit einem japanisch-britischen Sieg.

 Allein Gunther Plüschow entkam mit seiner “Etrich Taube” als einziger Deutscher aus Tsingtau. Er führte dabei die letzten Depeschen des Gouverneurs und die Spitze der Bataillonsflagge des III. Seebataillons mit sich.-  76 Schwerverwundete wurden an die Briten abgegeben, die zwar keine Gefangenen gemacht hatten, aber gegenüber Japan die Abgabe von Gefangenen gefordert hatten. Die männliche überlebende Besatzung, etwa 5000 Staatsangehörige des Deutschen Reiches und Österreich-Ungarns, wurden in japanische Kriegsgefangenschaft genommen. Ihre Unterbringung war improvisiert und entsprechend schlecht, doch noch im November wurden sie nach Japan verbracht und dort auf 15 Lager verteilt. Im Allgemeinen lebten die Gefangenen unter erträglichen Bedingungen. Das Kriegsende in Europa im November 1918 führte für die Gefangenen nur mit großer Verzögerung in die ersehnte Freiheit. So fand der Heimtransport der deutschen Soldaten auf japanischen Schiffen erst ab Dezember 1919 statt. 171 entlassene Gefangene zogen es jedoch vor, in Japan zu bleiben. Noch heute erinnern verschiedene Back- und Fleischfachbetriebe sowie Restaurants mit ihrem Namen an die ehemaligen deutschen Gefangenen.

Im Versailler Vertrag musste Deutschland schließlich alle Rechte an der Kolonie entschädigungslos an Japan abtreten. Die Rückgabe der ehemaligen “Musterkolonie” an China erfolgte 1922.

Plüsch biplano H.jpg Plüsch foto a bordo.jpg

De un artículo de Roberto Litvachkes

“Hace pocas horas, una furiosa corriente de aire nos ha obligado a descender en un lago de 300 metros de ancho y paredes de piedra de 800 metros de altura. ¡Debemos salir de este encierro!” La cita es uno de los últimos párrafos del libro de bitácora de Gunther Plüschow, un intrépido pionero de la aviación además de militar, escritor y fotógrafo que en la primera mitad del siglo XX quedó perdidamente enamorado de la Patagonia.

Esas palabras fueron escritas el 27 de enero de 1931 y son el testimonio de las últimas horas de una expedición a la Patagonia que se había iniciado en 1928, y también del propio Plüschow.

En 1897 ingresa en el Liceo Naval de Ploën, en Schlosberg, y en 1905, ya seguro de su vocación por el mar, entra en la prestigiosa Escuela de la Marina Imperial Alemana. Una tarde de invierno, leyendo en la biblioteca del liceo con sus compañeros, encuentra en un libro la foto de un viejo buque alemán junto a montañas nevadas: ¡la Tierra del Fuego! Queda fascinado, y convierte esa postal en un refugio donde su imaginación volará durante toda su vida: “Arranqué la postal del libro y la pegué en mi armario; juré que alguna vez llegaría y conquistaría ese remoto lugar!”, escribió. Pide permiso para ser instruido como aviador en el Aeropuerto de Johannisthal. En esa época, “volar” era visto como una actividad muy poco seria, y debió insistir hasta que aprobaron, a regañadientes, su pedido. En tan sólo dos semanas, la academia Rumpler lo nombra piloto y mecánico de aviones. Se lo asigna como aviador militar y observador aéreo de Tsingtao, una colonia alemana en China, junto al mar Amarillo.
En 1914, tras la declaración de la Primera Guerra Mundial, sus vuelos se tornan más arriesgados; es perseguido por los aviones japoneses más modernos, pero logra sortear sus ataques. Al final, los japoneses toman Tsingtao y Plüschow huye con documentos secretos que debe llevar a Alemania. Luego de hacer unos kilómetros, desciende con su avión y lo quema para que no lo tome el enemigo. Comienza un increíble raid que lo llevará por Shanghai, Pekín, San Francisco, Los Angeles y Nueva York. Allí, en un desesperado intento por llegar a su patria, se embarca con documentos falsos en un buque. Pero es descubierto en Gibraltar y enviado a la Prisión Militar de Donnigton Hill, en Irlanda.
Al poco tiempo escapa: “Me ocultaba en Londres vestido con ropas de peón; me escondía a la noche en el Museo Británico, donde leía libros de viajeros a la Patagonia y estudiaba viejos mapas”, contaría en sus memorias. Consigue el nombre de un barco que va a Holanda y sube como polizón. Cuando por fin retorna a Alemania, es confundido con un espía y casi fusilado.
Su huida le lleva nueve meses y la editorial Ullstein lo convence de que escriba un libro relatando sus aventuras. El libro vende 600.000 ejemplares. En 1919, decepcionado por el caos social de Alemania, renuncia a la armada. Aprovecha su prestigio y convence a varios empresarios para que formen una compañía aeropostal: así nace AeroLloyd, y él realiza el primer vuelo aeropostal entre Berlín y Weimar. Esa compañía será, en el futuro, Lufthansa.
Luego de varios emprendimientos pasajeros, rinde examen como capitán de buque mercante. Por su prestigio, lo contratan para llevar pasajeros y turistas por el Mediterráneo. En septiembre de 1925 éste parte en el velero Parma, de cuatro mástiles, desde el puerto de Hamburgo. A los 75 días llegan a las islas Malvinas, y luego, al cabo de Hornos, Chile y al puerto de Valdivia.
Recorre otros lugares de Chile, y un estanciero alemán del cual se hace muy amigo, lo lleva a la zona del Paine. Plüschow señala la montaña y le pregunta qué hay detrás; su amigo le dice que nadie lo sabe. Plüschow responde: “Pues yo volveré y lo averiguaré”. Retorna a Alemania, pero la decisión de volver al Sur para explorarla estaba tomada. Antes de ello escribe su segundo libro, “Viaje en velero hacia el País de las Maravillas”.

Plüschow la Feuerland de regreso.jpg  Plüsch die Feuerland.jpg

En octubre de 1927 parte del puerto de Busum en una pequeña goleta, que bautiza con el nombre de Feuerland con destino a la Patagonia.

En noviembre de 1928, luego de más de un año de viaje, y después de haber explorado y filmado las costumbres de los aborígenes de la Amazonia y las industrias y actividades del norte y el sur del Brasil, llega al estrecho de Magallanes y lo atraviesa para entrar en Chile. Se convierte en un infatigable explorador, fotógrafo y documentalista. A fines de noviembre, con la ayuda de su mecánico, Ernst Dreblow, arma en Punta Arenas un hidroavión Heinkel HD24. El 3 de diciembre de 1928 cumple uno de sus más importantes anhelos, y asombra a los habitantes de Ushuaia al ser el primer avión en acuatizar en su bahía.

Plüsch leyendo Karte.jpg

   Homenaje a Plüschow en estancia chilena
Plüschow entrega la primera saca de correo por vía aérea con saludos del gobernador de Magallanes al gobernador de Ushuaia, y también una encomienda postal para uno de los reclusos de la famosa prisión de Ushuaia. También filma todo el viaje, y eso permite apreciar las primeras imágenes aéreas de Punta Arenas, Ushuaia y la cordillera Darwin. En 1929 retorna a Alemania, donde publica su libro Silbercondor y edita su película.
A mediados de 1930 vuelve a la Argentina y, al no conseguir sala debido a la inestabilidad política del momento y a que la película era muda, la estrena en el anfiteatro de la Facultad de Medicina, actual anfiteatro de la Legislatura de la Ciudad de Buenos Aires, en la Manzana de las Luces. También la exhibe en el Club Alemán, que en ese momento funcionaba donde hoy se encuentra la sede del Círculo Aeronáutico.

El 25 de enero, una corriente de aire que baja de la Cordillera lo obliga a descender bruscamente en medio de un desfiladero de glaciares. Durante varios días intenta, junto a su copiloto, reparar una rotura del flotador y sospecha de algún daño que no consiguen localizar en el ala izquierda. El diario de Plüschow es el único testimonio del desesperado intento de él y de su mecánico Dreblow por arreglar el avión. Lo hacen sumergidos en el agua, casi helándose, pasando hambre y sin herramientas adecuadas.

El 28 de enero es el último registro escrito. Apunta que a las 11 de la mañana harán un nuevo intento por salir de ese lugar. A las pocas horas, su avión cae sobre el lago Rico, a 70 km de Calafate.

Fuente: Roberto Litvachkes